Rückkehr nach 13 Jahren
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Nach 13 Jahren kehrt Nick nach LeMans zurück und berichtet exklusiv von seinen Eindrücken beim offiziellen Test zu den 24 Stunden.
 
 
Liebe Fans,

vor kurzem standen in Le Mans die Testfahrten für die 24 Stunden auf dem Programm. Es war grandios, nach 13 Jahren wieder auf diese Strecke zurückzukehren. Es war fast so, als käme ich auf einen komplett neuen Kurs, die ich erst einmal lernen muss. Einige Ecken waren schneller, als ich es in Erinnerung hatte – auch wenn wir damals einen wesentlich höheren Topspeed erreicht haben. 1999 sind wir vielleicht mit ca. 360 km/h die Gerade lang (wenn ich mich richtig erinnere), heutzutage sind wir dort nur noch mit gut 310 km/h unterwegs.

Die Strecke macht einfach super Spaß, speziell die Porsche-Kurven sind eine richtige Herausforderung. Aber sie sind auch nicht ganz ungefährlich – am Ausgang dieses Streckenbereich hatte Guillaume Moreau beim offiziellen Test einen heftigen Abflug, der einen Aufenthalt im Krankenhaus und eine Operation nach sich gezogen hat. Ihm wünsche ich auch auf diesem Weg noch einmal gute und rennmässig schnelle Besserung!

Bei den Testfahren haben wir unter anderem die bisher noch nicht am Wagen getestete Aero-Konfiguration für Le Mans benutzt, zudem „musste“ ich 10 Runden abspulen, damit ich überhaupt erst am Rennen teilnehmen darf. Deshalb saß ich Morgens als erster im Auto, bevor Nico Prost und Neel Jarni das Steuer übernommen haben. Zu Beginn war die Strecke ein wenig feucht, dennoch konnte ich meinen Teil des Programms recht schnell und problemlos absolvieren.

Es war gut und wichtig für mich, vor dem anstehenden Rennen noch ein paar Runden in Le Mans abgespult zu haben. Die Strecke hat sich wie gesagt in den letzten 13 Jahren verändert, vor allem in Details wie Kerbs und dem Streckenbelag, zudem bin ich ja damals mit einem ganz anderen Auto gefahren. Natürlich kannte ich den Kurs noch in etwa – aber nicht gut genug, um direkt am Limit zu agieren.

Jetzt freue ich mich sehr auf die Herausforderung Le Mans! Zuvorderst hoffe ich, dass wir mehr oder weniger problemfrei über die 24 Stunden kommen, um unser Ziel, das Rennen als bestes Benzinerteam zu beenden, erreichen können. Die Konkurrenz war im Test stark und hat bessere Zeiten als wir auf den Asphalt gebracht. Dennoch glaube ich, dass wir gute Chancen haben auch schon im Qualifying vor dieser zu stehen. Es wird auf jeden Fall spannend werden und ich hoffe, dass ich bei meinem dritten Anlauf bei einem 24 Stunden Rennen mehr Glück habe als 1999 in Le Mans und vor wenigen Wochen auf dem Nürburgring. Aller guten Dinge sind drei...

Euer